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Veranstaltungen der Osnabrücker Wissenschaftlichen Gesellschaft

Die Osnabrücker Wissenschaftliche Gesellschaft (OWiG) trifft sich während der Lehrveranstaltungszeiten monatlich zu einem Vortrag über ein Forschungsthema, um allen Mitgliedern einen Eindruck von der Arbeit in anderen Fächern zu vermitteln. Diskussionen und Fragen lassen sich anschließend beim gemeinsamen Abendessen weiterführen.

Aktuelle Veranstaltungen

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Frühere Veranstaltungen

Sommersemester 2017

  • Mittwoch, 26. April 2017, 19:00 Uhr, Gästehaus der Universität
    Thema: „Was ist der Mensch? Neuere Entwicklungen der Anthropologie in theologischer Perspektive“
    Referent: Prof. Dr. Gregor Etzelmüller (Institut für Evangelische Theologie, FB Erziehungs- und Kulturwissenschaften)
Anthropologie ist eine neuzeitliche Disziplin. Der Mensch soll beschrieben werden ohne Rückgriff auf Metaphysik und Kosmologie. Dieses Projekt hat de facto zu einer Mechanisierung des Menschenbildes geführt. Dieses Verständnis des Menschen ist im 20. Jahrhundert problematisiert worden. Die embodied cognitive science verdeutlicht: Der Mensch ist nicht einfach Tier plus Selbstbewusstsein, vielmehr prägt die Geistigkeit des Menschen auch seine Physiologie. Der Vortrag führt in die Entwicklungen der modernen Anthropologie ein. Er fragt, welche Bedeutung diese Entwicklungen für eine realistische Theologie haben und welchen Beitrag die theologische Tradition zum aktuellen anthropologischen Diskurs leisten kann.
  • Mittwoch, 31. Mai 2017, 19:00 Uhr, Gästehaus der Universität
    Thema: „Völker-, verfassungs- und verwaltungsrechtliche Grundlagen einer Besteuerung nach der Staatsangehörigkeit“
    Referent: Jun. Prof. Dr. Steffen Lampert (Institut für Finanz- u. Steuerrecht, FB Rechtswissenschaften)
Seit gut einhundert Jahren knüpft das deutsche Steuerrecht die Einkommensteuerpflicht - von wenigen Ausnahmen abgesehen - nicht mehr an die Staatsangehörigkeit. In anderen Bereichen der Rechtsordnung wird der Staatsangehörigkeit dagegen weiterhin zentrale Bedeutung beigemessen – man denke nur an das Wahlrecht. Weshalb aber hat sich der Steuergesetzgeber nur ganz vereinzelt für eine Anknüpfung an die Staatsangehörigkeit entschieden? Wie wäre eine Rückkehr zur Besteuerung nach der Staatsangehörigkeit rechtlich zu würdigen? Und könnte der Einkommensbesteuerung in den Vereinigten Staaten, die seit jeher an die Staatsangehörigkeit anknüpft, Vorbildcharakter zukommen? Auf der Suche nach Antworten auf diese Fragen verbindet der Vortrag völkerrechtliche, verfassungs- und verwaltungsrechtliche sowie rechtshistorische Aspekte miteinander. Dabei führt er zu den Grundlagen der Einkommensbesteuerung einschließlich der „vergessenen Vorfrage“ nach ihrer Rechtfertigung.
  • Mittwoch, 28. Juni 2017, 19:00 Uhr, Gästehaus der Universität
    (Die geplante Veranstaltung mußte ausfallen.)

Wintersemester 2016/2017

  • Mittwoch, 26. Oktober 2016, 19:00 Uhr, Gästehaus der Universität
    Thema: „Wie entsteht ein funktionsfähiges Herz?“
    Referent: Prof. Dr. Achim Paululat (FB Biologie/Chemie, Zoologie-Entwicklungsbiologie)
Höhere Organismen, beispielsweise Vögel oder Säugetiere, besitzen wie der Mensch ein in sich geschlossenes Kreislaufsystem, bei dem das Herz Blut durch ein verzweigtes Netz von Blutgefäßen pumpt und alle Organe versorgt. Die meisten Wirbellosen, wie Insekten, Krebse und Würmer, besitzen hingegen ein offenes Kreislaufsystem. Zahlreiche molekulare Prozesse, die für die Bildung eines funktionsfähigen Herzens der Insekten oder des Menschen wichtig sind, sind ähnlich. In unserer Arbeitsgruppe untersuchen wir an der Fruchtfliege wie ein Herz konstruiert ist, wie es funktioniert und welche Gene für dessen Entstehung wichtig sind. Wir nutzen molekularbiologische und genetische Strategien sowie bildgebende Verfahren, die in Folge erlauben, die Entstehung des Herzens und dessen physiologische Funktion an der lebenden Fliege ohne operative Eingriffe direkt zu verfolgen. Besonderes Augenmerk gilt Prozessen, die in einzelnen Herzzellen ablaufen, und denjenigen, die dafür sorgen, dass Zellen miteinander kommunizieren und untereinander Netzwerke bilden
  • Exkursion der OWiG, Donnerstag, 03. November 2016 + Samstag, 05. November 2016'
13:00 Uhr: Abfahrt mit dem Bus von Osnabrück, Neuer Graben / Schloß
14.15 Uhr Biologische Station im Ochsenmoor bei Hüde (Dümmer): Ausstellung Semiaquatische Säugetiere. Wissenschaftliche Leitung: Prof. Dr. Rüdiger Schröpfer
15.00-15.45 Kuchen und Kaffee in der Konditorei Gieseke, Hüde
Ab 15.50 Uhr Fahrt durch Felder und Moorgebiete zur Beobachtung der Kraniche auf den Fraßflächen
16.30 Uhr Aussichtsturm im Rehdener Moor
16.45 Uhr Sonnenuntergang: Beoachtung der Kraniche, Gänse und Enten während des Einfluges in das Moorgebiet bis 18.00 Uhr Dämmerungsende.
Abfahrt vom Rehdener Moor, zurück in Osnabrück ca. um 18. 45 Uhr (Photos von Bernd Enders und Verena Förster).
  • Mittwoch, 30. November 2016, 19:00 Uhr, Gästehaus der Universität
    Thema: „Das Schlafapnoe-Syndrom und Therapie-Konzepte“
    Referent: Prof. Dr. Dr. Elmar Esser (Oralchirurgisches Centrum Osnabrück)
Schlaf dient der physischen und psychischen Erholung. Totaler Schlafentzug führt zum Tod durch Zusammenbruch des Immunsystems. Schlafbezogene Atemstörungen  sind mit zahlreichen Erkrankungen (koronare Herzkrankheit, ischämischerzerebraler Insult, Hypertonus, Herzrythmusstörungen, Herzinsuffiziens, Diabetes mellitus und gasstro-ösophageale Refluxkrankheit) assoziiert. Schlafapnoe ist pathophysiologisch durch die Kombination von anatomischer Prädisposition und komplexer Störung von Motorik und Sensorik des Pharynx mit funktionelle Querschnittseinengung gekennzeichnet. Therapeutisch sind bisher die kontinuierliche Überdruckbeatmung sowie operative und apparative Unterkiefer-Protrusionsverfahren  evidenzbasiert evaluiert.
  • Mittwoch, 14. Dezember 2016, 19:00 Uhr, Gästehaus der Universität
    Thema: „Deutscher und Europäischer Qualifikationsrahmen für lebenslanges Lernen: Konzeption - Kontexte – Konsequenzen“
    Referent: Prof. Dr. Thomas Bals (Fachbereich 3, Erziehungs- und Kulturwissenschaften)
Weitgehend unbemerkt von der öffentlichen Diskussion und auch im Hochschulbereich zumeist allenfalls im Kontext von Akkreditierungsverfahren thematisiert, gibt es seit 2011 den Deutschen Qualifikationsrahmen (DQR). Mit dem Gemeinsamen Beschluss der Ständigen Konferenz der Kultusminister der Länder in der Bundesrepublik Deutschland, des Bundesministeriums für Bildung und Forschung, der Wirtschaftsministerkonferenz und des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie zum Deutschen Qualifikationsrahmen für lebenslanges Lernen wurde der DQR zum 01.05.2013 eingeführt, d.h. alle Qualifikationen des deutschen Bildungssystems wurden entsprechend der DQR-Konzeption einem von acht Niveaus zugeordnet. In dem Vortrag werden die Genese und Kontexte, die Konzeption und Zielsetzungen des DQR und EQR sowie die sich daraus für das deutsche Bildungswesen und insbesondere den Hochschulbereich ergebend Konsequenzen skizziert.
  • Mittwoch, 08. Februar 2017, 18:00 Uhr, im Hause der Fa. Sievert
    Mitgliederversammlung
    - Organisatorisches mit Grußwort von Herrn Niklas Sievert (Vorstandsmitglied der Sievert AG) und einem Kurzbericht des Präsidenten der Universität Osnabrück, Prof. Dr. Wolfgang Lücke, zu aktuellen Aspekten der Universität
    - Vortrag zum Thema: „Internationales und Interkulturelles Management: Blickpunkt China“
    Referent: Honorarprofessor Dr. Hans-Wolf Sievert

Sommersemester 2016

  • Mittwoch, 27. April 2016, 19:00 Uhr, Gästehaus der Universität !!!, Lürmannstraße 33
    Thema: „Weinhefen - Fluch und Segen“
    Referent: Prof. Dr. Jürgen Heinisch (Genetik /FB Biologie/Chemie)
Bei der Weinherstellung werden heute vorwiegend Reinzuchthefen der Art Saccharomyces cerevisiae eingesetzt, die allgemein als Wein-, Bier- und Bäckerhefe bekannt ist. Auf den Trauben und im Most findet man aber hauptsächlich andere Hefearten, allen voran die "Apiculatus-Hefen", deren Genetik wir untersuchen. Sie tragen viel zu einem vollmundigen, aromatischen Wein bei, können andererseits aber auch Essig produzieren. Der Vortrag wird einen kleinen Exkurs in die Weinbereitung geben, vom Weinberg bis zur Verkostung des fertigen Produktes.
  • Donnerstag, 19. Mai 2016, 18:00 Uhr, Bibliothek am Westerberg !!!, Eingang Barbarastraße
    Sondertermin: Besichtigung der Bibliothek am Westerberg
    Führung: Prof. Dr. Wolfgang Lücke und die Leiterin der UB Frau Felicitas Hundhausen
  • Mittwoch, 25. Mai 2016, 19:00 Uhr
    Thema: „Magnetische Resonanz in Naturwissenschaft und Medizin – Von der molekularen Strukturaufklärung bis zur Analyse der Gehirnfunktion“
    Referent: Prof. Dr. Heinz-Juergen Steinhoff (Experimentalphysik / Makromolekülstruktur, FB Physik)
Die magnetische Resonanzspektroskopie liefert detaillierte Informationen über den Aufbau und die Funktion von Molekülen wie auch hoch aufgelöste Bilder vom Inneren unseres Körpers. Sie ist eine der wichtigsten Methoden in der makromolekularen Strukturaufklärung, das bildgebende Verfahren, die Magnetresonanz-Tomographie, eine der wichtigsten Methoden der medizinischen Diagnostik. Für die Entdeckung dieser Methoden und deren Weiterentwicklungen wurden in den vergangenen 50 Jahren insgesamt vier Nobelpreise vergeben: Bloch und Purcell erhielten den Nobelpreis für Physik (1952), Ernst und Wüthrich Nobelpreise für Chemie (1991 und 2002), und Lauterbur und Mansfield den Nobelpreis für Medizin (2003). Der Vortrag beschreibt neueste Entwicklungen dieser Methode und ihrer Anwendungen bei der Aufklärung von Makromolekülstrukturen und dem Blick in das Innere des Menschen.
  • Mittwoch, 29. Juni 2016, 19:00 Uhr
    Thema: „Demokratie als Farce? Der Präsidentschaftswahlkampf 2016 in den USA: Anmerkungen zu einem Politikspektakel aus kulturwissenschaftlicher Sicht“
    Referent: Prof. Dr. Peter Schneck (Anglistik, FB Sprach- und Literaturwissenschaft)
Aus europäischer Perspektive muss der gegenwärtige Wahlkampf um das Amt des U.S.-amerikanischen Präsidenten ebenso absurd wie bedrohlich erscheinen. Ist der Vorwahlkampf um das mächtigste Amt der Welt zum reinen Zirkusspektakel verkommen? Oder lassen sich hier sogar beunruhigende Parallelen zur Erosion demokratischer Diskurse und Strukturen während der Weimarer Republik erkennen - und wird Donald Trump vielleicht der Vladimir Putin der USA?
Aus kulturgeschichtlicher und kulturwissenschaftlicher Sicht können diese Entwicklungen in den USA und ihre europäische Wahrnehmung etwas differenzierter betrachtet und beurteilt werden - ohne den Anspruch zu erheben, das Politikspektakel vollends aufklären zu können. Wahlkampf in den USA funktioniert anders, was einerseits sehr viel mit dem politischen und kulturellen Selbstverständnis der USA zu tun hat, und andererseits mit der Tatsache, dass die erste 'moderne' demokratische Gesellschaft möglicherweise auch einige anachronistische Aspekte aufweist, die zeitgenössischen Vorstellungen demokratischer Willens- und Meinungsbildung in unseren Breiten zuwider laufen. Der kurze Moment zwischen dem Ende der Vorwahlen und den Parteitagen der Demokraten und der Republikaner Ende Juni, bietet eine ausgezeichnete Gelegenheit, über die kulturellen Besonderheiten des politischen Prozessen in den USA nachzudenken und zu sprechen.

Wintersemester 2015/2016

  • Mittwoch, 28. Oktober 2015, 19:00 Uhr, Walhalla-Hotel
    Thema: „Möglichkeiten und Grenzen der Krebsmedizin“
    Referent: Prof. Dr. Dr. med. Jens Atzpodien (Niels-Stensen-Kliniken Franziskus-Hospital, Osnabrück)
Mit der Entschlüsselung des menschlichen Genoms ist die Krebsmedizin in ein neues Zeitalter eingetreten; konventionelle Chemotherapien werden zunehmend durch präzise molekulare Tumortherapien ersetzt. Auch wenn fortgeschrittene Krebserkrankungen unheilbar bleiben, werden im Sinne der Patienten sehr viel längere Überlebenszeiten bei akzeptabler Lebensqualität erreicht. Diese Entwicklung beruht maßgeblich auf Behandlungsansätzen, die die körpereigene Abwehr und das Tumor-Umfeld in die Krebstherapie einbeziehen.
  • Mittwoch, 25. November 2015, 19:00 Uhr, Walhalla-Hotel
    Thema: „Das Völkerrecht nach 70 Jahren Vereinte Nationen“
    Referent: Prof. Dr. Oliver Dörr, LL.M. (Lehrstuhl für Öffentliches Recht, Europarecht, Völkerrecht und Rechtsvergleichung)
Die Gründung der Vereinten Nationen vor siebzig Jahren bedeutete für das universelle Völkerrecht den Beginn einer neuen Epoche, in der die bis dahin geltenden Regeln und Prinzipien der Staatengemeinschaft auf verschiedenen Feldern eine grundlegende Veränderung erfuhren. Eminente Beispiele hierfür sind die Regeln über die Gewaltanwendung zwischen Staaten, die durch das allgemeine Gewaltverbot der UN-Charta auf grundlegend andere Füße gestellt wurden, oder die Regeln des internationalen Seerechts. Andere Regelungsfelder sind überhaupt erst in der Ära der Vereinten Nationen entstanden und konnten sich in deren Ordnungsrahmen als eigenständige Teilrechtsgebiete entfalten, wie z.B. der völkerrechtliche Menschenrechtsschutz oder das internationale Umweltrecht. Wieder andere Bereiche unterlagen kaum wesentlichen Änderungen und fügen sich doch nahtlos in die moderne Völkerrechtsordnung ein, wie etwa das Recht der Staatenimmunität oder das Repressalienrecht. Das runde Jubiläum der Vereinten Nationen bietet Anlass für eine Bestandsaufnahme und Würdigung des Erreichten sowie für einen Ausblick auf mögliche Entwicklungen im Völkerrecht des 21. Jahrhunderts.
  • Mittwoch, 16. Dezember 2015, 19:00 Uhr, Walhalla-Hotel
    Thema: „Alzheimer Demenz – Alte Hypothesen und neue Strategien?“
    Referent: Prof. Dr. Roland Brandt (Neurologie, FB Biologie/Chemie)
Die Alzheimer-Krankheit ist die häufigste Demenzerkrankung an der weltweit über 20 Millionen Menschen leiden. In dem Vortrag sollen die Hintergründe der Krankheit und aktuelle Behandlungsoptionen vorgestellt werden. Leitfragen sind: 1. Was sind die grundlegenden Mechanismen hinter der Krankheit? 2. Was wissen wir und was ist noch offen? 3. Warum brauchen wir (Grundlagen-)Forschung und welche Behandlungsoptionen erscheinen möglich?“
  • Mittwoch, 27. Dezember 2015, 18:00 Uhr, im Hause der Fa. Sievert
    Jahresversammlung
    - Grußwort des Hausherrn Honorarprofessor Dr. Hans-Wolf Sievert und Vorstellung des chinesischen Jahres
    - Kurzbericht des Präsidenten der Universität, Prof. Dr. Wolfgang Lücke, zu aktuellen Aspekten der Universität
    - Vortrag: Prof. Dr. Georg Gesk (Stiftungsprofessur für chinesisches Recht der Universität)
    „China zwischen Tradition und Moderne: Aufbau staatlicher Strukturen im Alltag“
Der chinesische Staat ist zwar in seiner historischen Kontinuität von beachtlichem Alter, hat sich aber in den mehreren tausend Jahren Geschichte, auf die er zurückblicken kann, zumeist auf ein Minimum an Verwaltung beschränkt. Die unterste staatliche Behörde des Kaiserreichs war die Kreisregierung, die mit einer sehr geringen Personaldecke ausgestattet war und die daher keinerlei Möglichkeiten hatte, wie ein moderner Staat in den Alltag seiner Bürger hineinzuwirken. Der Aufbau moderner staatlicher Strukturen, die versuchen durch eine institutionelle Beschreibung von Lebensverhältnissen ordnend und stabilisierend zu wirken, hat daher erst in der jüngsten Vergangenheit begonnen und ist nicht abgeschlossen. Dies soll an den Beispielen des Eheregisters, des Grundbuchs und der Eintragung von juristischen Personen verdeutlicht werden. Bei allen drei Registern sehen wir Durchsetzungsprobleme und unterschiedliche Vorstellungen von Publizität bzw. von der Funktion der Publizität am Werk.

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Sommersemester 2015

  • Mittwoch, 29. April 2015, 19:00 Uhr, Walhalla-Hotel
    Thema: „Senat vs. Präsident: der Beschluss des Bundesverfassungsgerichts zum Niedersächsischen Hochschulgesetz vom 24. Juni 2014 und seine Folgen“
    Referent: Prof. Dr. Bernd J. Hartmann (Institut für Kommunalrecht und Verwaltungswissenschaften)
Das Bundesverfassungsgericht ist der Motor im Hochschulrecht. Nach seinem Urteil zur W-Besoldung vom 14. Februar 2012 folgte der nächste Paukenschlag mit Beschluss vom 24. Juni 2014. In dieser Entscheidung hat das Bundesverfassungsgericht die Wissenschaftsfreiheit der Universitätsprofessoren unterstrichen, die Selbstverwaltung der Wissenschaftler im Senat gestärkt und den Befugnissen der Universitätspräsidenten Grenzen gesetzt. Nun muss das Land Niedersachsen bis zum Ende dieses Jahres das Niedersächsische Hochschulgesetz novellieren. Als Professor für Öffentliches Recht, Wirtschaftsrecht und Verwaltungswissenschaften, sowie Vorsitzender des Landesverbands Niedersachsen im Deutschen Hochschulverband, ordnet den Beschluss ein und berichtet über den aktuellen Stand des Gesetzgebungsverfahrens.
  • Mittwoch, 27. Mai 2015, 19:00 Uhr, Walhalla-Hotel
    Thema: „Effekte der Europawahl 2014“
    Referent: Prof. Dr. Andrea Lenschow (Europäische Politik und Integration, Sozialwissenschaften)
Mit der Europawahl 2014 ist das Europäische Parlament aus verschiedenen Gründen in das Rampenlicht der Öffentlichkeit geraten. In dem Vortrag soll der Stand der Diskussion zur Politisierung europäischer Politik dargestellt und ein Überblick über die Formen und die Verteilung Europa-skeptischer Parteien gegeben werden. Anschließend werden Auswirkungen des nun stärker polarisiert besetzten Europäischen Parlaments auf die aktuelle Europa-Politik präsentiert. Verschieben sich die politischen Akzente, in der Migrationspolitik oder in der Finanzpolitik? Gibt es eine Tendenz von Blockaden in den Entscheidungsprozessen? Führt die öffentliche Politisierung ‚Europas‘ zur Verstärkung einer informellen „großen Koalition“ in den internen Entscheidungsprozessen im Parlament und damit zu einem paradoxen Effekt der Depolitisierung?
  • Mittwoch, 24. Juni 2015, 19:00 Uhr, Walhalla-Hotel
    Thema: „Erkenne Dich selbst: Die Rolle intuitiver Selbstwahrnehmung für die Gesundheit“
    Referent: Prof. Dr. Markus Quirin (Humanwissenschaften, Institut für Psychologie)
Seit jeher wird Selbsterkenntnis in westlicher und östlicher Philosophie sowie in den meisten Psychotherapieformen hoch geschätzt. Aber was ist der Weg hin zur Selbstfindung? Sigmund Freud betonte die bewusste Reflektion als Königsweg zu Glück und Gesundheit, wenn er sagte „Wo Es war, soll Ich werden“. In diesem Vortrag soll - basierend auf der Persönlichkeits-Interaktionen-Theorie von Prof. Julius Kuhl - über empirische Studien berichtet werden, die die Rolle intuitiver (statt reflektierter) Selbstwahrnehmung für psychisches Wohlbefinden und Gesundheit unter Verwendung von Fragebogen- und physiologischen Methoden belegen. Nicht zuletzt werden Studien vorgestellt, die eine bestimmte Region des Gehirns als eine wesentliche Quelle des „wahren“ Selbst und gesunder Selbstentwicklung nahelegen.
  • Samstag, 04. Juli 2015, Exkursion der OWiG
10:15 Uhr: Abfahrt mit dem Bus nach Gronau
11:30-12:45 Uhr: Besuch des Rock´n´Pop-Museums in Gronau mit Führung
(multimediale Dauerausstellung zur Geschichte der Rock/Popkultur seit ca. 1900)
13:00-14:30 Uhr: Mittagspause und Außenbesichtigung der Burghäuser und der Wassermühle in Heek/Nienborg
14:45-16:10: Fortsetzung des Museumsbesuchs in Gronau (B. Enders: Soundgeschichte - im CAN-Studio)
16.30-18:00 Uhr: Schloss Ahaus, Schlossgarten und Café
19:00 Uhr Ankunft in Osnabrück // (Photos von Jürgen Deiters und Bernd Enders)

Wintersemester 2014/2015

  • Mittwoch, 29. Oktober 2014, 19:00 Uhr, Walhalla-Hotel
    Thema: „300 Jahre Personalunion – 200 Jahre Königreich – Abriss der Verfassungsgeschichte Hannovers“
    Referent: Prof. Dr. Jörn Ipsen (Institut für Kommunalrecht)
Im Jahr 1714 begann die Personalunion zwischen dem Kurfürstentum Hannover und dem britischen Königreich. Dieses Ereignisses wird in diesem Jahr in verschiedenen Ausstellungen in Niedersachsen gedacht. Weniger in den Blick geraten ist die Ausrufung des Kurfürstentums zum Königreich im Jahr 1814. Beide Ereignisse geben Anlass zu einem Überblick über die Verfassungsgeschichte Hannovers, in der die Verfassung der allgemeinen Ständeversammlung von 1819 und das Staatsgrundgesetz von 1833 Meilensteine waren. In Hannover haben sich auch während der letzten Phase der Personalunion feudale Herrschaftsstrukturen erhalten. Schließlich fiel das Königreich nach dem Staatsstreich von 1837 über mehrere Jahre in einen vorkonstitutionellen Zustand zurück. Anliegen des Vortrags ist es, die wechselvolle Verfassungsgeschichte Hannovers zu beleuchten und damit auch einen Kontrapunkt zu den Feierlichkeiten des laufenden Jahres zu setzen.
  • Mittwoch, 26. November 2014, 19:00 Uhr, Walhalla-Hotel
    Thema: „Vom Buchdruck zum Online-Book“
    Referent: Prof. Dr. Bernd Enders (Institut für Musikwissenschaft und Musikpädagogik)
Mit der Digitalisierung, Globalisierung und Virtualisierung der medialen Informations- und Kommunikationstechnologien und ihrer technischen wie funktionalen Konvergenz ergeben sich neue Formen der Wissensvermittlung mit grundlegend neuen Methoden zur (multimedialen) Erfassung, Aufbereitung, Speicherung, Verbreitung und Auswertung von Informationen aller Art (Text, Bild, Musik, Video, Noten u.a.m.). Die resultierenden Möglichkeiten und Probleme für das allgemeine Publikations- und Bibliothekswesen werden diskutiert und exemplarisch dargestellt. Einige Aspekte wurden mit dem universitätseigenen (epOs-Verlag) realisiert, der musikwissenschaftliche Fachbücher mit multimedialen Inhalten nicht nur druckt, sondern auch als eBook und OnlineBook publiziert.
  • Mittwoch, 17. Dezember 2014, 19:00 Uhr, Walhalla-Hotel
    Thema: „Was verbindet und was trennt islamische und christliche Gottesvorstellungen?“
    Referenten: Prof. Dr. Reinhold Mokrosch (Institut für Evangelische Theologie) / Dr. Silvia Horsch-Al Saad (Institut für Islamische Theologie)
Sind Allah und der christliche Gott derselbe oder gar der gleiche Gott? Unterscheiden sie sich nur durch zeit- und kulturbedingte theologisch-symbolische Vorstellungen, nicht aber hinsichtlich ihrer Transzendenz? Wie sahen die Gottesbeweise im Islam und Christentum im Hoch- und Spätmittelalter aus? Und wie veränderte sich der Gottesglaube nach der Aufklärung? Ist eine Gott-ist-tot-Theologie im Islam vorstellbar? In Impulsreferaten und im Kontrovers-Gespräch versuchen Silvia Horsch Alsaad vom Institut für Islamische Theologie und Reinhold Mokrosch vom Institut für Evangelische Theologie diesen Fragen nachzugehen und zu erkunden, ob Gemeinsamkeiten oder Unterschiede überwiegen.
  • Mittwoch, 28. Januar 2015
    Mitgliederversammlung im Haus der Sievert AG
Herr Honorarprofessor Dr. Hans-Wolf Sievert lädt in das Haus der Sievert AG, Mühleneschweg 6, Osnabrück. Der Präsident der Universität, Prof. Dr. Wolfgang Lücke, hat seine Teilnahme für einen Vortrag und eine Diskussion zu seinen Vorstellungen über die strategische Weiterentwicklung der Universität Osnabrück zugesagt.

Sommersemester 2014

  • Mittwoch, 30. April 2014, 19:00 Uhr, Walhalla-Hotel
    Thema: „Alkohol und Nikotin manipulieren unsere epigenetischen Mechanismen“
    Referentin: Prof. Dr. Hildgund Schrempf (Institut für Biologie)
Die verschiedenen Zelltypen des Menschen besitzen die gleiche genetische Information (DNA). Die Gene determinieren vielfältige Funktionen, die jedoch je nach Zelltyp und Entwicklungszustand unterschiedlich wichtig sind oder keine Rolle spielen. Deshalb gibt es komplexe Mechanismen, die dazu führen, dass das genetische Repertoire variabel genutzt oder stillgelegt werden kann. Diese Prozesse werden auch durch epigenetische Faktoren gesteuert. \Diese umfassen sowohl die unterschiedliche räumliche Organisation von DNA-Bereichen als auch bestimmte Markierungen an spezifischen Positionen der DNA. Epigenetische Kodierungen sind entwicklungsabhängig, werden durch zahlreiche variable Faktoren beeinflusst, können Umweltanpassungen ermöglichen, Krankheiten beeinflussen oder auslösen und an Folge-Generation(en) weitergeben werden. Viele Aspekte der Epigenetik sind noch nicht geklärt, sodass deren Aufschlüsselung weltweit derzeitig im Mittelpunkt zahlreicher Forschungsprojekte steht. Im Rahmen des Vortrages werden epigenetische Grundprinzipien vermittelt und deren Modulation durch gut untersuchte Genussmittel und Drogen (z.B. Alkohol, Nikotin und Kokain) aufgezeigt.
  • Mittwoch, 28. Mai 2014, 19:00 Uhr, Walhalla-Hotel
    Thema: „Gibt es einen sprachlichen Fingerabdruck?
    Anwendungsmöglichkeiten und Grenzen der Forensischen Linguistik.“

    Referent: Prof. Dr. Thomas Hoffmann (Institut für Anglistik/Amerikanistik)
“Sprache verrät die Menschen, ist wie ein Fingerabdruck.“ (Dr. Raimund H. Trommel, Kriminologe und Sprachwissenschaftler im Kölner Express 16.04.2011). In zahlreichen Kriminalfällen sind sprachliche Daten wichtige Beweisstücke, z.B. ein anonymer Drohanruf oder ein anonymes Erpresserschreiben. Aber ist es in der Tat so, wie es das obige Zitat des „Experten“ Dr. Drommel nahelegt, dass jede mündliche oder schriftliche Äußerung, eineindeutig wie ein Fingerabdruck, einem Sprecher/Schreiber zugeordnet werden kann. Verrät uns unsere Sprache wie ein Fingerabdruck? In meinem Vortrag werde ich diese These kritisch beleuchten, und auf Grundlage der aktuellen sprachwissenschaftlichen Forschung sowohl Anwendungsmöglichkeiten als auch Grenzen der Forensischen Linguistik aufzeigen. Ich werde dabei nicht nur einen Überblick über klassische stilometrische Studien (wodurch zeichnet sich der Stil eines Autors aus?) geben, sondern auch moderne, computer-basierte Korpusstudien vorstellen und deren neueste Erkenntnisse diskutieren. Zuletzt werde ich schließlich eine eigenständige, exemplarische Analyse eines historischen Falles (der Entführung des Lindbergh Babys 1932) präsentieren.
  • Mittwoch, 25. Juni 2014, 19:00 Uhr, Walhalla-Hotel
    Thema: „Körperbildstörungen bei Anorexia und Bulimia Nervosa“
    Referentin: Frau Prof. Dr. Silja Vocks (Institut für Psychologie)
Störungen des Körperbildes stellen einen zentralen Faktor bei der Entstehung, der Aufrechterhaltung und dem Rückfallgeschehen der Anorexia und Bulimia Nervosa sowie z.T. auch der Binge Eating Störung dar. Obwohl den Körperbildstörungen in der letzten Zeit in der klinisch-psychologischen Forschung und Praxis zunehmende Beachtung geschenkt wurde, ist dieses Phänomen bisher nur unzureichend verstanden. In dem Vortrag sollen daher unterschiedliche Untersuchungsmethoden und -ergebnisse aus dem Bereich der Körperbildforschung dargestellt werden wie beispielsweise die Analyse der mentalen Repräsentation der eigenen Bewegungsmuster im Bio Motion Lab, die Untersuchung der neuronalen Korrelate der Betrachtung der eigenen Körpers mittels der funktionellen Magnetresonanztomographie sowie die Erfassung körperbezogener Verhaltensweisen im Alltagsleben mittels Ecological Momentary Assessment. Hierauf basierend werden kognitiv-verhaltenstherapeutische Behandlungsstrategien skizziert und ausgewählte Ergebnisse der Psychotherapie-Outcome- und -Prozessforschung aus diesem Bereich vorgestellt.
  • Samstag, 12. Juli 2014
    Exkursion nach Bremen: Raumfahrt-Museum und Bremer Rathaus
10:00 Uhr: Abfahrt mit Bus vom Ledenhof (gegenüber Schloß)
12:00 Uhr: Astrium–Raumfahrt-Führung (Dauer ca. 2 Stunden)
- Bremen ist einer der bedeutendsten Raumfahrtstandorte in Europa und dort entstand auch der europäische Beitrag zur Internationalen Raumstation ISS. Wir werden ein Columbus-Modell sehen und einen Einblick in die Produktion der Ariane-Raketen bekommen, die Satelliten in ihre Umlaufbahn bringen.
15:45 Uhr: Besichtigung des Bremer Rathauses
- Das Bremer Rathaus ist, zusammen mit der fünfeinhalb Meter hohe Rolandstatue, seit 2004 Bestandteil der UNESCO-Welterbeliste. 1405 bis 1408 im Stil eines gotischen Saalgeschossbaus errichtet, erhielt es zweihundert Jahre später eine neue Fassade, die durch ihre architektonische Gestaltung und ihr bildkünstlerisches Programm zu den eindrucksvollsten Schöpfungen der deutschen Renaissance zählt. Die Führung durch das historische Gebäude wird einen Einblick in die faszinierende Geschichte vermitteln, die eng assoziiert ist mit der politischen Idee der bürgerlichen Selbstregierung. Gezeigt werden zum Beispiel die imposante obere Rathaushalle und die prunkvolle Güldenkammer.
17:00 Uhr: Bremer Traditionsmahl im Ratskeller
(Photos von Roland Brandt und Bernd Enders)

Wintersemester 2013/2014

  • Mittwoch, 30. Oktober 2013, 19:00 Uhr, Walhalla-Hotel
    Thema: „Am Anfang war das Wort. Aber welches? Was wissen wir heute über Sprachevolution?"
    Referent: Prof. Dr. Alexander Bergs
    Seit die ´Sprachwissenschaftliche Gesellschaft´ in Paris 1866 alle Diskussionen zum Thema "Ursprung der Sprache(n)" strikt untersagte, findet sich eine beachtliche Vielzahl von Studien und Theorien eben zur Entwicklung der menschlichen Sprache von den Anfängen vor vielleicht 50.000 Jahren bis heute. Diese lassen sich grob in die Bereiche "Gene, Hirne, Artefakte" einteilen. In diesem Vortrag soll versucht werden, die wesentlichen gegenwärtigen Theorien zum Ursprung und zur Entwicklung der Sprache(n) zu skizzieren und zu bewerten. Das Spektrum reicht von Genanalysen, über Semiotik und Kulturwissenschaft bis hin zur linguistischen Rekonstruktion des vielleicht ersten Worts. Am Schluss bleibt die Frage, inwiefern wir uns nach rund 150 Jahren weg von der "sinnlosen Spekulation" in Paris hin zu belastbaren Erkenntnissen entwickelt haben.
  • Mittwoch, 27. November 2013, 19:00 Uhr, Walhalla-Hotel
    Thema: „Zukunft der Energie“
    Referent: Prof. Dr. Wolfgang Junge
    Die Menschheit, inzwischen 7 Milliarden Individuen, stößt an spürbare Grenzen der Versorgung mit Nahrung, Trinkwasser und Energie. Für die Energie werden natürliche Grenzen wie auch bestehende und zukünftige technische Möglichkeiten zur Erhaltung einer ausgeglichenen Bilanz zwischen Bereitstellung und Verbrauch gegeneinander abgewogen. Im Gegensatz zur laufenden Diskussion dieses Themas in der Öffentlichkeit wird, mit einigen überraschenden Resultaten, quantitativ argumentiert.
  • Mittwoch, 18. Dezember 2013, 19:00 Uhr, Walhalla-Hotel
    Thema: „Risiken und Nebenwirkungen des Internet – Gefahren im Umgang mit dem Computer aus psychologischer und psychiatrischer Sicht“
    Referent: Prof. Dr. Wolfgang Weig
    Von den Chancen und Potentialen der Digitalisierung ist allenthalben die Rede. Dem stehen allerdings deutliche Risiken und Nebenwirkungen entgegen: der Einsatz elektronischer Kommunikationsmittel und Medien beeinflußt die Lebens- und Arbeitswelt von Menschen auch negativ. Beispiele anhand methodisch überzeugender Studien aus den Bereichen der Arbeits- und Organisationspsychologie, der klinischen Psychologie/Psychiatrie, nicht zuletzt auch aus der Beziehungs- und Sexualforschung, belegen dies.
  • Mittwoch, 29. Januar 2014, 19:00 Uhr, im Hause der Fa. Sievert
    Thema: „ Konfrontation, Konkurrenz, Kooperation: zum Verhältnis von direktdemokratischem und parlamentarischem Gesetzgeber“
    Referentin: Prof. Dr. Pascale Cancik
    Das Thema „Direkte Demokratie“ ist in Bewegung. Auf Bundesebene wird die Einführung der "Volksgesetzgebung" zunehmend gefordert, in den Bundesländern wird sie zunehmend praktiziert. Das Parlament muss seine Kompetenz zur Gesetzgebung dann mit einem anderen Akteur teilen. Das führt nicht nur zu politischen, sondern auch zu rechtlichen Konflikten: Darf das Parlament ein ‚Volksgesetz’ unmittelbar nach dessen Erlass wieder aufheben? Darf das Parlament einem ‚Volksgesetz’ durch Überholung im Verfahren die Grundlage entziehen? Kann man die Konkurrenz bei der Gesetzgebung konstruktiv wenden? Der begonnene verfassungsrechtliche und verfassungspolitische Lernprozess sollte aufmerksam wahrgenommen werden.
Mitgliederversammlung 18:00 Uhr mit einem Vortrag des Vizepräsidenten Dr. Wilfried Hötker + Jubiläum: 25 Jahre Osnabrücker Wiss. Gesellschaft mit einem Auftritt des a-cappella-Quintetts DamenSolo

Sommersemester 2013

  • Mittwoch, 24. April 2013, 19:00 Uhr, Walhalla-Hote
    Thema: „Der israelisch-palästinensische Konflikt und der Gründungsmythos Israels"
    Referent: Prof. Dr. Albrecht Weber
    Der israelisch-palästinensische Dauerkonflikt vor und seit der Staatsgründung Israels stellt eines der großen Herausforderungen an das moderne Völkerrecht dar. Der Vortrag versucht, an Hand einer historisch–juristischen Analyse die besondere Situation Israels vor dem Mythos der Staatsgründung am 14.Mai 1948 aufzuzeigen und zugleich den biblisch motivierten, historisch-religiösen Anspruch auf die Landnahme Eretz-Israels mit dem säkularen, modernen Völkerrecht zu konfrontieren.
  • Mittwoch, 29. Mai 2013, 19:00 Uhr, Walhalla-Hotel
    Thema: „Bakterien beherrschen die Welt“
    Referent: Prof. Dr. Joseph Lengeler
    Nur wenigen Menschen ist bewußt, dass neben den körperlichen auch „geistige“ Eigenschaften wie Intelligenz, Gedächtnis, Lernen, Selbstbewusstsein usw. auf einfache Vorläufer zurückgehen. Schon Bakterien zeigen erstaunlich „intelligente“ und „soziale“ Verhaltensformen. Am Beispiel der Entstehung und Verbreitung der aktuell beobachteten Antibiotika-Resistenzen wird erklärt, wie diese Eigenschaften zu der unvergleichlichen Anpassungsfähigkeit der Bakterien beitragen. Dabei sind die zu Grunde liegenden molekularen Prozesse völlig „unromantische“ komplexe Regelkreise, wie sie auch in unserem Nervensystem vorkommen. Der menschliche Geist fiel eben nicht vom Himmel!
  • Mittwoch, 26. Juni 2013, 19:00 Uhr, Walhalla-Hotel
    Thema: „Cyber-physische Systeme: Wenn Roboter die Fabrikhallen verlassen“
    Referent: Prof. Dr. Joachim Hertzberg
    Intensive Fabrikautomation ist Grund und Quelle der deutschen Exportstärke. Wenn das aber so erfolgreich ist, warum intensivieren wir die Automation dann nicht auch außerhalb der Fabrikhallen? Warum gibt es keine Müllkutscherroboter, Gärtnerroboter, Hochhausbauroboter, vielleicht sogar Altenpflegeroboter? Von den wichtigen Fragen abgesehen, ob man das will und darf, stellt sich das Problem: Wir können es derzeit nicht. Umgebungswahrnehmung in semantischen Kategorien ist der wesentliche fehlende Baustein dazu. Der Vortrag erklärt das Problem und zeigt, wo die Künstliche Intelligenz derzeit mit seiner Lösung steht.
  • Samstag, 13. Juli 2013, 14:00 -20:00 Uhr, Exkursion zum Osnabrücker Planetarium und Zoo
    14:00 Uhr Besuch des Planetariums
    15:00 Uhr Vortrag
    Thema: „Quo vadis - Zoologische Gärten?" Referent: Dr. Wolf Everts
    16:15-17:45 Führung durch den Zoo
    ab 18:00 Abendessen in der Samburu-Lodge (Gruppenphoto v. Utz Lederbogen)
    Der Zoo ist ein Lebensraum eigener Prägung, der von Menschen für Tiere und Menschen geschaffen worden ist - mit künstlichen Biotopen, die von einer Vielzahl von Faktoren und biologischen Gesetzmäßigkeiten gekennzeichnet sind. Dabei spielt nicht die Naturähnlichkeit, d.h. die artgemäße Qualität eines Haltungssystems, sondern die Funktionsfähigkeit seiner Faktoren eine Rolle. Auf dem Wege von der Menagerie zum Naturschutzzentrum haben sich die Bedeutungen der vier Hauptaufgaben eines Zoos in der Reihenfolge geändert. Heute steht Natur- und Artenschutz an erster Stelle, gefolgt von Belehrung, Forschung und Erholung. Die Welt-Zoostrategie hat zum Ziel, den Zoo als Schaufenster der Natur zu etablieren. Die dort lebenden Tiere sind die Botschafter für ihre Lebensräume.

Wintersemester 2012/13

  • Mittwoch, 31. Oktober 2012, 19:00 Uhr, Walhalla-Hotel
    Thema: „Die Kirche in der Welt - Anliegen, Inhalt und Rezeption der Pastoralkonstitution Gaudium et Spes"
    Referent: Prof. Dr. Manfred Spieker
    Oft wird das II. Vatikanische Konzil identifiziert mit seiner nicht geplanten und erst in der letzten Sitzungsperiode im Herbst 1965 sich abzeichnenden Pastoralkonstitution über die Kirche in der Welt von heute „Gaudium et Spes“. Sie gilt als offizielle Versöhnung der Kirche mit der Moderne (Joseph Ratzinger) und als Überwindung eines Jahrzehnte währenden „Getto-Komplexes“ (Jacques Maritain). Zu fragen ist zum einen nach der Perspektive, unter der das Konzil „die Moderne“ und die Rolle der Kirche in ihr sieht, und zum anderen nach der Rezeptionsgeschichte der Pastoralkonstitution. Dabei werden zwei gegenteilige Rezeptionsweisen verglichen: Zum einen die Theologie der Befreiung, die von einer Hermeneutik des Bruchs des konziliaren Selbstverständnisses mit der Vorkonzilszeit ausgeht, und zum anderen die Positionen, die von einer Hermeneutik der Reform ausgehen und auch im Aufbruch der neuen geistlichen Bewegungen repräsentiert sind.
  • Mittwoch, 28. November 2012, 19:00 Uhr, Walhalla-Hotel
    Thema: „Bitcoin - das Geld auf der Festplatte“
    Referent: Prof. Dr. Oliver Vornberger
    Vor drei Jahren wurde eine neue Form von digitalem Geld vorgestellt: Bitcoin. Die Münzen entstehen dabei per Software durch das Lösen von rechenintensiven Rätseln auf der eigenen Grafikkarte. Der Vortrag führt in die Grundlagen der Kryptographie ein und zeigt, wie daraus ein Protokoll für einen dezentralen, anonymen und fälschungssicheren Zahlungsverkehr entsteht. Da Bitcoín unabhängig von Banken und Regierungen operiert, könnte es die Finanzmärkte revolutionieren.
  • Mittwoch, 19. Dezember 2012, 19:00 Uhr, Walhalla-Hotel
    Thema: „Die Stellung nicht-christlicher Religionen in Deutschland - aus verfassungsrechtlicher und theologischer Sicht“
    Referenten: Prof. Dr. Jörn Ipsen / Prof. Dr. Arnulf v. Scheliha
    Ipsen: Der Status christlicher wie nichtchristlicher Glaubensgemeinschaften wird durch das Grundgesetz bestimmt. Sie unterscheiden sich in dieser Hinsicht nicht grundsätzlich, sondern im Hinblick auf die von ihnen gewählte oder ihnen zuerkannte Rechtsform. Damit hängen staatskirchenrechtliche Fragen zusammen, die erneut der Diskussion bedürfen.
    v. Scheliha: Der Aufbau und die Sicherung einer pluralen und friedlichen Religionskultur in Deutschland ist eine gesellschaftliche Aufgabe, die theologisch zu reflektieren und sozialethisch zu begründen ist. Unterschiedliche, zum Teil miteinander konkurrierende Modelle werden in diesem Vortrag vorgestellt und kritisch diskutiert.
  • Mittwoch, 30. Januar 2013, 19:00 Uhr, Fa. Sievert
    Thema: „Zur Offenheit von Kunstwerken (mit Bild-Dokumenten)“
    Referent: Prof. Dr. Hartmut Girke
    Die Offenheit der Kunstwerke: An einigen Werken aus verschiedenen Epochen wird das Miteinander von Bildsinn und Offenheit dargelegt. - Betrachtung wird bestimmt durch die Kraft des Offenen der Kunstwerke.
    Mitgliederversammlung 18:30 Uhr

Sommersemester 2012

  • Mittwoch, 25. April 2012, 19 Uhr, Walhalla-Hotel
    Thema: „Bachs F-Moll-Invention - Unterrichtsmaterial auf höchstem künstlerischen Niveau“
    Referent: Prof. Dr. Hartmuth Kinzler
    Die Bachsche Sammlung der zwei- und dreistimmigen Inventionen ist für den Unterricht geschrieben. Gelernt werden soll einerseits das zwei- und dreistimmige kantable polyphone Klavierspiel, andererseits die Grundprinzipen des Komponierens von Werken eben dieser Gattung. Anhand der dreistimmigen F-Moll-Invention werden die spieltechnischen Probleme erläutert; im Hinblick auf die Kompositionsstruktur der thematischen Partien im sog. dreifachen Kontrapunkt in der Oktave werden die Anordnungsprinzipien gleichzeitig erklingender melodischer Linien untersucht und mit den Permutationsprinzipien der C-Moll-Fuge und des A-Dur-Präludiums aus dem Wohltemperierten Klavier Bd. I verglichen.
  • Mittwoch, 23. Mai 2012, 19 Uhr, Walhalla-Hotel
    Thema: „Social Media für die Kommunikation von Universitäten - dargestellt am Beispiel der Alumni-Arbeit“
    Referent: Prof. Dr. Uwe Hoppe
    Die Digitalisierung der Medien und die Bildung globaler Netzwerke verändert grundlegend und um­fassend unse­re gesell­schaftliche Kommunikation, politische Entscheidungen, wirtschaftliche Bedingungen und zahlreiche soziale Faktoren. Internet-Portale wie Facebook oder Blog-Journale führten schon zu einer erfolgreichen Parteineugründung und Tauschbörsen verändern juristische Perspektiven. Kollege Uwe Hoppe (Wirtschaftswissenschaftler an der UNI OS) erläutert die Besonderheiten der neuen Kommunikationsgemeinschaften und zeigt am Beispiel eines universitären Alumni-Projekts zukunftsweisende Anwendungsmöglichkeiten auf.
  • Mittwoch, 20. Juni 2012, 19 Uhr, Walhalla-Hotel
    Thema: „Deutschlands Atomausstieg - Hintergründe eines Sonderweges“
    Referent: Prof. Dr. Roland Czada
    Der Vortrag soll eine Frage beantworten, die uns derzeit häufig im Ausland gestellt wird: Warum reagierte die deutsche Politik sofort und rigoros auf ein Ereignis, das in den meisten Industrieländern eher abwartend oder nur am Rande politisch thematisiert wurde. Internationale Medien werten den deutschen Ausstieg aus der Kernener­gienutzung als Panikreaktion auf die Reaktorkatastrophe von Fukushima. Nicht selten ist auch von "German Angst" die Rede.
    Eine tragfähige Ursachenanalyse des nun endgültig beschlossenen Ausstiegs muß vor allem den im internatio­nalen Vergleich einmaligen Erfolg der deutschen Anti-AKW-Bewegung erklären können. Der deutsche Atomaus­stieg hat eine lange Vorgeschichte, an deren Anfang keineswegs eine stärkere Protestbewegung als in den USA oder Frankreich gestanden hat. Das Abflauen des Kernergieprotestes in diesen Ländern und ihr Sieges­zug hierzulande ist, so die Ausgangsthese, nahezu ausschließlich bestimmten Merkmalen des deutschen politi­schen Systems geschuldet.
  • Samstag, 14. Juli 2012
    Ganztägige Exkursion mit dem Bus nach Köln: Abfahrt 9:00 Uhr, Führung durch den WDR (12-14 Uhr), Mittagessen im Cölner Hofbräu Früh, Führung über die Dächer des Kölner Doms (Dr. Klaus Hardering, Leiter des Dombauarchivs), alternativ: Führung durch die Domschatzkammer (16-18 Uhr), Rückfahrt und Ankunft in Osnabrück, ca. 21:00 Uhr (Photos von Utz Lederbogen).

Wintersemester 2011/2012

  • Mittwoch, 26. Oktober 2011 „Universitäre Forschung und geistiges Eigentum“
    Referent: Prof. Dr. Hans-Jürgen Ahrens
  • Mittwoch, 23. November 2011, „Neues zu Diagnose und Therapie kardiorespiratorischer Erkrankungen“
    Referent: Prof. Dr. Joachim Fichter
  • Mittwoch, 14. Dezember 2011, „Luther und die Juden“
    Referent: Prof. Dr. Reinhold Mokrosch
  • Mittwoch, 18. Januar 2012, „Klimaschutz“
    Referent: Prof. Dr. Michael Matthies, Korreferat: Prof. Dr. Andreas Lienkamp

Sommersemester 2011 (noch unvollständig)

  • 09. Juli 2011; Exkursion "Osnabrücker Schlösser" (Gesmold, Hünnefeld, Bad Iburg), mit Führungen, Besichtigungen und Konzert im Rittersaal (Schloß Iburg) mit Hendrikje Enders, Gesang, und Viola Mokrosch, Klavier, und anschließendem Abendessen im Weinkeller in Bad Iburg
    - konzipiert und organisiert von Prof. Dr. Jörn Ipsen
    Programm der Exkursion / Konzertprogramm / Dokumentation (Photos u. Video von Oliver Vornberger)
  • 29.06.2011: „Qualitätssicherung von Forschung und Lehre – Erfahrungen und Perspektiven“
    Referent: Professor Dr. Rainer Künzel:
letzte Änderung: 03.07.2017 16:55 Uhr von benders  |  bearbeiten